Unfallchirurgie

Krankheitsbilder


Oberarmbruch

Oberarmbruch


Der Bruch (Fraktur) des Oberarmes ist häufig eine Folge von Stürzen auf die Schulter oder den ausgestreckten Arm. Bei größeren Verschiebungen der Knochenanteile richten wir die Brüche wieder ein und stabilisieren diese durch Platten oder Nägel. Gerade am Oberarmkopf gilt die operative Stabilisierung als eindeutig vorteilhaft, da der Arm sogleich wieder beübt werden kann und nicht über Wochen ruhiggestellt werden muss.

Unterarmbruch


Durch einen angeborenen Reflex versuchen wir einen Sturz mit unseren Händen abzufangen. Hierdurch kommen Brüche des Handgelenkes und des Unterarmes häufig vor. Gerade bei aktiven Kindern sind diese Verletzungen häufig. Zur Stabilisierung dieser Knochenbrüche stehen uns neue Verfahren zur Verfügung, durch die mit einer kleinen Operation Fehlwachstum vermieden werden kann.
Ältere Menschen wiederum stürzen häufiger und haben durch Osteoporose weniger stabile Knochen, sodass gerade diese Personen öfter Handgelenksbrüche erleiden. Gerade für diese Knochenbrüche haben wir neue, winkelstabile Stabilisierungsmethoden, welche für osteoporotischen Knochen entwickelt worden sind.

  • Unterarmbruch

Wirbelkörperbruch


Der Bruch eines Wirbelkörpers ereignet sich einerseits durch sogenannte Hochrasanztraumen wie Verkehrsunfälle oder Stürze aus hoher Höhe, andererseits gehäuft durch unwesentliche Stürze des älteren Menschen auf den Rücken oder das Gesäß.
Häufig wird durch die bereits bestehende Osteoporose ein Wirbelkörper zusammengedrückt. Für diese Fälle steht uns die minimalinvasive Ballonkyphoplastie zur Verfügung, wodurch der gebrochene Wirbel durch eine Hohlnadel wieder aufgerichtet und mit Knochenzement stabilisiert wird. Dieses Verfahren ist besonders schonend.

  • Wirbelkörperbruch

Muskel- und Sehnenrisse


Unser Körper wird durch funktionsfähige Sehnen und Muskeln in Bewegung gehalten. Sehnen- oder Muskelrisse führen zu einem erheblichen Funktionsverlust. Eine der bekanntesten Sehnen ist die Achillessehne. Durch den Riss dieser Sehne ist die Mobilität des Beines ganz erheblich eingeschränkt. Die Diagnose wird fast immer durch den Ultraschall gestellt. Sollte die Sehne vollständig durchtrennt sein, empfehlen wir die minimalinvasive (schonende) Naht durch lediglich fünf kleinste Schnitte von weniger als 1 Zentimeter. Dadurch können die Sehnenstümpfe adaptiert werden und zuverlässig heilen.

Schlüsselbeinverletzung

Schlüsselbeinverletzung


Der Bruch des Schlüsselbeines ist häufig als Folge eines Fahrradsturzes zu beobachten. Bei grob verschobenen Brüchen empfiehlt sich das Einrichten und Stabilisieren mit einer Platte und Schrauben. Hierdurch ist eine Ruhigstellung des Armes von mehreren Wochen meist überflüssig.
Unbehandelte schulternahe Brüche des Schlüsselbeines oder Verrenkungen des Schlüsselbeingelenkes führen häufig zu chronischen Schmerzen und andauernden Bewegungseinschränkungen eines Armes!

Knieverletzung


Zu den häufigsten Sportverletzungen zählt das verdrehte Kniegelenk. Durch die massiven Kräfte, welche auf ein Knie einwirken, werden Knorpel- und Meniskusschäden erzeugt. Unbehandelte Knieschäden enden fast zwangsläufig mit Arthrose (Verschleiß) im Kniegelenk.
Durch minimalinvasive Kniespiegelungen können diese Meniskusrisse geglättet oder wieder befestigt werden. Ebenso können Knorpelschäden behandelt werden. Die Maßnahmen sind schonend ambulant möglich.

  • Knieverletzung

Sprunggelenksverletzung


Das Umknicken mit einem Fuß gehört zu den Verletzungen, welche fast allen Menschen schon passiert ist.
Meist sind es "nur" Verstauchungen, die nach einigen Tagen abklingen. Ob jedoch ein Knochenbruch oder ein Bänderriss dahinter stecken, kann Ihr Chirurg durch spezielle Untersuchungstechniken herausfinden. Das Erkennen und die fachärztliche Behandlung verhindern chronische Beschwerden am Sprunggelenk.
Wir stabilisieren Außen- und Innenknöchelfrakturen mit Platten- und Schraubenosteosynthesen. Ein Bänderriss wird gelegentlich bei Hochleistungssportlern genäht – meist jedoch ohne Operation (konservativ) zur Ausheilung gebracht.

  • Sprunggelenksverletzung

Achillessehnenriss


Funktionsfähige Sehnen und Muskeln halten unseren Körper in Bewegung. Sehnen- oder Muskelrisse führen zu einem erheblichen Funktionsverlust. Eine der bekanntesten Sehnen ist die Achillessehne. Durch den Riss dieser Sehne ist die Mobilität des Beines ganz erheblich eingeschränkt. Die Diagnose wird fast immer durch den Ultraschall gestellt. Sollte die Sehne vollständig durchtrennt sein, empfehlen wir die minimalinvasive (schonende) Naht durch lediglich fünf kleinste Schnitte (weniger als 1 Zentimeter). Dadurch können die Sehnenstümpfe adaptiert werden und zuverlässig heilen.

Arthrose (Gelenkverschleiß)

Arthrose (Gelenkverschleiß)


Im Verlauf eines Lebens kommt es zu Abnutzungen der Gelenke. Die Ausprägung der Arthrose hängt ganz wesentlich von der Beanspruchung ab. Bekannte Beispiele finden sich bei Profisportlern, aber auch als Folge schwerer körperlicher Arbeit. Das Übergewicht hat einen ganz wesentlichen negativen Einfluss und beschleunigt die Gelenkabnutzung durch zu hohe Gewichtsbelastungen.
Die Behandlung umfasst die Schmerztherapie einerseits, andererseits schonende operative Maßnahmen wie die Gelenkspülung und Knorpelglättung durch eine Arthroskopie. Bei fortgeschrittener Arthrose ist der Gelenkersatz durch eine Prothese anzuraten, um die schmerzfreie Mobilität des Menschen zu erhalten.

Osteoporose

Osteoporose


Die Osteoporose wurde von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) als eine der fünf häufigsten Volkskrankheiten der westlichen Welt anerkannt. Noch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt die Osteoporose zu einem erheblichen Verlust an Mobilität und Lebensqualität. Die Folge sind multiple Knochenbrüche. Besonders häufige Knochenbrüche kommen am Oberarm, dem Handgelenk, der Hüfte und der Wirbelsäule vor.
Insbesondere Frauen ab dem 40. Lebensjahr sind davon betroffen. Die Erkrankung kommt unbemerkt und schleichend. Meist wird erst durch einen Knochenbruch die Osteoporose bekannt.
Primäres Ziel sollte die Vorbeugung und das rasche Erkennen dieser Erkrankung sein. Wir bieten Ihnen umfassende Konzepte hierzu an. Ernährung, Bewegung und eventuell die medikamentöse Unterstützung bilden das Zentrum der Osteoporosetherapie. Sollte ein Knochenbruch durch Osteoporose vorliegen, stehen uns neue, winkelstabile Verfahren zur Verfügung, um rasche Heilung und Mobilität zu erreichen.