Krankheitsbilder


Achillessehnenriß

Der Riß kommt häufiger bei Männern vor. Meist sind es Patienten zwischen 35. und 45. Lebensjahr. Auf Nachfrage stellt sich häufig heraus, dass eine Überlastung stattgefunden hat. Dies beruht meistens auf mangelnden Trainingszustand und mangelnde Gewöhnung der Sehnen an die Belastung. Die Ursache ist ein schneller Antritt, ein Absprung oder auch das Abfedern beim Aufkommen auf hartem Boden. Der Patient beschreibt einen "Knall" in der Wade. Übrigens kann der definitive Riß auch Tage nach der Überlastung eintreten und tritt dann nach einer Bagatell-Bewegung auf!

Muskelzerrung

Eine der häufigsten Verletzungen – aber zum Glück meist ohne bleibende Schäden. Wenn bei einer Tätigkeit plötzlich und unerwartet der Bewegungsablauf gestört wird (z.B. die Grätsche im Fußball), dann kommt es zur reflexartigen Verkrampfung des Muskels. Der Muskel wird überspannt, was Schmerzen auslöst. Durch den Schmerz verkrampft sich der Muskel schlagartig.

Muskelfaserriss

Der Muskel ist grundsätzlich sehr elastisch. Wird die Elastizitätsgrenze überschritten, dann können kleinste Risse auftreten. Es kommt zu Einblutungen, welche man als Bluterguß sehen kann, oder per Ultraschall lokalisiert. Wenn man zwischen Zerrung und Faserriss wählen könnte, dann sollte man den Faserriss nehmen, denn der heilt deutlich schneller!

Meniscusverletzungen

Das Knie hat einen Außen – und einen Innenmeniscus. Diese dienen als Stoßdämpfer zwischen Ober- und Unterschenkel. Außerdem ist der Meniscus ein Druckdämpfer und Stabilisator und damit sehr wichtig. Durch unvorhergesehene kombinierte Beugung und Drehung im Knie treten große Scherkräfte auf. Diese führen dann zur Rißbildung des Meniscus. Wichtig zu erwähnen wäre, dass der Meniscus mit zunehmendem Alter spröde wird und damit auch degenerativ reißen kann.

Beschwerden der Kniescheibe

Die Kniescheibe steht mächtig unter Spannung! Sie überträgt die Muskelkraft des Oberschenkels auf den Unterschenkel. Dabei bewegt sie sich vorne über die Oberschenkelrolle und zieht mit der Patellasehne zum Schienbein. Hier wirken riesige Kräfte bei jedoch Tritt in die Pedale, bei jedem Sprung und natürlich auch bei Stürzen. Die Verletzungsmöglichkeiten sind vielfältig. Nicht zu sprechen von den chronischen Überlastungsproblemen. In jedem Fall sollte man die Probleme abklären – sonst werden die Beschwerden häufig chronisch.

Sprunggelenksverletzungen

Häufig, häufig, häufig!!! Wer kann sich nicht auch schon an ein umgeknicktes Sprunggelenk erinnern? Aber handelt es sich ausschließlich um eine Verstauchung? Das Sprunggelenk ist sehr komplex aufgebaut. Schien- und Wadenbein führen das Sprungbein und sind mit Bändern verbunden. Diese Bändern funktionieren wie Zügel. Reist ein Zügel, so ist das Gelenk instabil. Handelt es sich ausschließlich um das Außenband, so kann meistens eine Bandage für 6 Wochen die vollständige Ausheilung bewirken. Sind jedoch Syndesmosenband (zwischen den Knochen) oder die Knochen selbst verletzt, dann sind stabilisierende Operationen notwendig, um die Funktion wieder herzustellen.