Verfahren zur Schmerzausschaltung
Operationen wie auch schmerzhafte Untersuchungen werden regelmäßig in Anästhesie (griech.: Empfindungslosigkeit) durchgeführt. Für die Schmerzausschaltung wie auch für die Überwachung und Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Körperfunktionen während des Eingriffs ist der Anästhesist zuständig. Die enge Zusammenarbeit der Anästhesisten Dr. Lambert und Dr. Lorenz mit den operierenden Ärzten, dient der Sicherheit des Patienten sowie der Optimierung des Operations- und Narkoseablaufs.
Zur Schmerzausschaltung gibt es verschiedene Verfahren:
Lokalanästhesie
Die örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) beseitigt das Schmerzempfinden unmittelbar im Operationsgebiet. Diese wird in der Regel vom operierenden Arzt selbst durchgeführt. Eine Überwachung und Mitbetreuung des Patienten durch den Anästhesisten kann aber sinnvoll und in manchen Fällen eines "Risikopatienten“ auch notwendig sein.
Regionalanästhesie
Die Ausschaltung der Schmerzempfindung in bestimmten Körperregionen geschieht als Regionalanästhesie im Operations- und angrenzenden Gebieten des Körpers.
Plexusanästhesie
Die Plexusanästhesie (Betäubung des Armnervengeflechtes in der Regel von der Achselhöhle aus) schaltet das Schmerzempfinden des betreffenden Armes aus. Hier ist im Gegensatz zur intravenösen Regionalanästhesie der gesamte Arm (auch die Oberarmregion für die operativ nötige Blutsperre) betäubt. Bei der intravenösen Regionalanästhesie wird die Blutsperre als unangenehmer Druck empfunden aber in Zeiträumen bis 45 Minuten toleriert. Nach Auflösen der Sperre ist der Arm nach einer Stunde bereits wieder mobil aber auch schmerzempfindlich. Die Plexusanästhesie sorgt für eine bedeutend längere Schmerzfreiheit.
Peridural- und Spinalanästhesie
Die Peridural- und Spinalanästhesie schaltet vorübergehend die Nerven aus, die vom Rückenmark zur unteren Körperhälfte ziehen. Das Betäubungsmittel wird an einer bestimmten Stelle der Wirbelsäule in die Nähe dieser Nerven gespritzt. Die Einstichstelle für diese Injektion wird vorher örtlich betäubt, so daß der Einstich kaum schmerzhaft ist.
Zusätzlich zur Lokal- oder Regionalanästhesie kann durch die intravenöse Gabe von Medikamenten ein für den Patienten angenehmer schlafähnlicher Zustand bei gleichzeitig erhaltener Eigenatmung und Überwachung der Vitalfunktionen durch den Anästhesisten erzielt werden.
Für die Methoden der örtlichen Betäubung ist die Kooperation des Patienten unbedingte Voraussetzung. Sie sind daher für Kinder in aller Regel ungeeignet.
Vollnarkose
Die Narkose (Allgemeinanästhesie) schaltet das Bewußtsein und das Schmerzempfinden im ganzen Körper vorübergehend aus. Der Patient befindet sich vom Beginn bis zum Ende der Narkose in einem entspannten, schlafähnlichen und schmerzfreien Zustand.
Durch genaue und individuelle Dosierung und die Kombination verschiedener Narkosemedikamente kann die Belastung für den Organismus auf ein Mindestmaß reduziert werden. Der Einsatz moderner Geräte ermöglicht eine genaue Kontrolle von Atmung, Kreislauf, Bewußtsein und anderen wichtigen Körperfunktionen. Demzufolge "erwacht" der Patient mit dem Ende der Operation sanft und prompt.
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